Rasseportait Collie Rough
Die Erziehung eines Collies muss liebvoll konsequent erfolgen. Härte, viel Druck und ständige Kontrolle verunsichern den Collie massiv. Ständige Disharmonien und Streitigkeiten in der Familie belasten den Collie sehr.
Wozu eignet sich ein Collie?
Collies gibt es in vielfältigen Bereichen, sie sind oft bei sozialen Aufgaben als Therapie-, Besuchs-, und Schulhunde zu finden.
Oft trainieren sie mit Begeisterung Disziplinen wie Agility, Mantrailing, Obedience und allgemeine Unterordnung.
Auch als Reitbegleithunde sind sie geschätzt und einige findet man auch bei den Rettungshunden.
Der Collie ist ein mittelgroßer, eleganter und aktiver Hütehund (Rüde 56-61 cm, Hündin 51-56 cm), der in den 3 Farbschlägen zobel-weiß, tricolour und blue merle vorkommt.
Sein langes Fell ist bei rassetypischer Fellbeschaffenheit nicht pflegeintensiv, lediglich die Partien hinter den Ohren, die Achseln und die Behänge der Vorderläufe muss man gut im Auge behalten.
Collies sind sehr gelehrige, aktive Hunde die unbedingt engen Familienanschluss brauchen. Sie sind feinfühlig, sanftmütig und freundlich. Collies möchten gerne etwas lernen und neben körperlicher Betätigung auch geistig beschäftigt werden.
Wissenswertes
Frühe emotionale und soziale Entwicklung eines Hundewelpen
In den ersten 16 Wochen lernen die Welpen in der Regel mehr als während ihres ganzen weiteren Lebens. Der Hund entwickelt in dieser entscheidenden Phase die wichtigsten Fähigkeiten für sein ganzes Leben.
> emotionale Stabilität und Lösungsstrategien
> sozialen Umgang mit anderen Hunden
> Beziehungen zu anderen Lebewesen
> Erlernen der Grundlagen des Lernens
Vor der Geburt
Der Tastsinn ist ab dem 45. Tag der Trächtigkeit soweit entwickelt, dass die Welpen auf Streicheln durch die Bauchdecke der Mutter reagieren. Welpen die durch die Bauchdecke der Mutter gestreichelt werden, sind gelehriger und widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Stress. Sie zeigen intensivere Bindung und grössere Toleranz gegenüber Manipulationen im Vergleich zu Welpen deren Mutter nicht gestreichelt wurde.
Hormone, die in Streßsituationen wie Angst, Krankheit , Fehlernährung vermehrt von der Hundemutter ausgeschüttet werden, wirken über die Blutbahn auf die Welpen und haben nachteiligen Einfluss auf deren emotionale Stabilität.
Neugeboren
Von der Geburt bis zum 13. Lebenstag sind die Welpen vollkommen abhängig, mit vegetativen und reflexgesteuerten Funktionen - saugen, schlafen, ausscheiden, Wärme suchen.
Auf der Ebene der Gehirnentwicklung spielen sich allerdings wichtige Dinge ab. Das, bei der Geburt nicht vollständig entwickelte Gehirn reift, die Zahl der Vernetzungen (Synapsen) im Gehirn vervielfacht sich.
Nun ist der Einfluss der Umwelt von entscheidender Bedeutung. Werden die Verbindungen und Synapsen nicht durch Informationsweitervermittlung aktiviert und benötigt, gehen sie zugrunde.
Hunde die in dieser Zeit nicht möglichst vielen Sinnesreizen ausgesetzt sind, haben ein Defizit in der Gehirnstruktur das niemals mehr aufgeholt werden kann.
Sozialisation
Die Sozialisationsphase dauert in der Regel von 3 Wochen bis 3 Monate und wird als Zeit des Kennenlernens anderer Arten bezeichnet.
Es findet die Gewöhnung an die belebte Umwelt wie Menschen verschiedener Altersgruppen, andere Tiere und an die unbelebte Umwelt statt. Der Hund entwickelt seinen Referenzrahmen für alle Umweltreize wie Geräusche, Gerüche, optische Reize und Tastempfindungen.
Dies beeinflusst die Fähigkeit des Hundes mit Unbekanntem umzugehen. Einen gleichfalls starken Einfluss hat die Anwesenheit und das Verhalten der Hundemutter.
Beisskontrolle wird in diesem Zeitraum bei Kampfspielen der Welpen erlernt.
